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"wir sehen keineswegs schwarz":Mitglieder-Versammlung (MV) 2023

Die MV 2023 schaute unter anderem auf das bevorstehende "Jubiläum": 50 Jahre Pastoralreferent:innen im Bistum Trier - und wählte eine halbe SprecherinnenGruppe...
SprecherinnenGruppe 2023
Datum:
8. Sept. 2026
Von:
agr

„Wir sehen keineswegs schwarz“ hieß eine kleine Festschrift, erschienen zum zehnjährigen Jubiläum der Berufsgruppe der Pastoralreferentinnen im Bistum Trier. Heute – vierzig Jahre später – schauen rund zweihundert Kolleginnen mit durchaus gemischten Gefühlen auf die Geschichte ihres Berufes zurück. Viele gute und neue Ansätze von kirchlichem Leben im Bistum haben sie begleitet und angestoßen; manche Erwartungen blieben unerfüllt – und leider gab es im Lauf der Jahre auch Auseinandersetzungen über die neue pastorale Berufs-Rolle und ihre Kompetenzen und Tätigkeitsfelder.

2024 wird der Beruf also 50 Jahre alt. Das goldene Jubiläum sollte die Berufsgruppe zusammen mit dem Bistum wohl eher ‚begehen‘ und nur vorsichtig ‚feiern‘, hat ein Kollege vorgeschlagen. Viele Ideen für einen breiten „historischen“ Rückblick hat der Berufsverband der Pastoralreferentinnen (bvpr) bei der Mitgliederversammlung (MV) entwickelt. Dazu waren Mitglieder aus allen Generationen (von der Berufseinführung bis zur Rente) in der Jugendherberge Trier zusammengekommen. Wichtig war der MV: der Rückblick soll vor allem den Blick in die Zukunft der Kirche im Bistum Trier und der pastoralen Berufe insgesamt eröffnen. Vielleicht sogar wieder unter dem „alten“ Motto „Wir sehen keineswegs schwarz“.

Beim abendlichen Gespräch mit Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg ging es um schwierige Fragen aus der und zur gegenwärtigen Lage im Bistum und in der Berufsgruppe. – „Pastorales Handeln ist Dienst an den Menschen. Das sehe ich besonders in den Bereichen Kita, Schule und Familien.“, so der Generalvikar. Strukturell sehe er die Zukunft der Kirche im Bistum „im Pastoralen Raum, nicht in den ‚klassischen Gemeinden‘. Wir müssen die ‚(inner-)kirchliche Blase‘ aufbrechen. Pastoralreferentinnen waren und sind hier ‚prophetisch‘.“ Damit griff auch Plettenberg den Rückblick auf die Berufsgeschichte auf. Pastoralreferentinnen haben durch alle Genrationen Kirche im Bistum Trier (weiter)entwickelt, sich unterschiedlichen Herausforderungen gestellt und ihr Profil immer versucht am missionarisch-diakonischen Auftrag im Dienst an Welt und Menschen auszurichten, so wie es auch die Bistumssynode beschrieben hat. Diesem Profil möchte die Versammlung auch in Zukunft entsprechen können. Hier sieht sie vor allem auch alle Verantwortungsträgerinnen im Bistum Trier in der Pflicht diesem Rechnung zu tragen.

Für die nächsten zwei Jahre koordinieren Sandra Baltes (Pastoralreferentin im Fachteam Trier Pastorale Begleitung Kindertageseinrichtungen) und Susanne Kramer (Pastoralreferentin im Pastoralen Raum Merzig und Gleichstellungsbeauftragte des Bistums) als Sprecherinnen die Arbeit des bvpr. Sie vertreten den Verband gegenüber der Bistumsleitung und nach außen. Zur Seite steht ihnen die erweiterte Sprecher*innengruppe aus rund zehn Personen.