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b v p r: Berufsverband der PastoralreferentInnen

Neue SprecherInGruppe (17. November 2018)

Die Mitgliederversammlung (MV) 2018 hat am 17. November zwei bisherige Mitglieder der SprecherInGruppe mit Dank verabschiedet - und zwar Thomas Ascher (nach zwei Jahren in der SG) und Roland Hinzmann (nach sechs Jahren). Beide hatten nicht wieder kandidiert und wurden mit großem Dank für ihr Engagement und Beifall aus diesem Amt verabschiedet.

Neu in die SG gewählt

hat die MV altfried rempe (Pastoralreferent und Redakteur von bistum-trier.de) und Rainer Stuhlträger (Pastoralreferent und Dekanatsreferent im Dekanat Losheim - Wadern). Ein Bericht über die MV und ihre Beschlüsse folgt in Kürze.

In aller Munde: Charisma

Jahrestagung der PastoralreferentInnen
mit Bischof Stephan Ackermann

„Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen“ – das hat die Bistums-Synode der Kirche im Bistum Trier als zweiten Perspektiv-Wechsel mitgegeben – und damit manche Fragen offengelassen. Auch deswegen wollten die Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten an diesem Thema weiterarbeiten und damit auch ihre eigene Position in der Seelsorge im Bistum Trier weiterdenken.

Mit diesem Perspektivwechsel habe die Synode viel Mut gezeigt: Wer die Gaben des Heiligen Geistes zuerst in den Blick nimmt, muss damit rechnen, dass der Gottes-Geist weht, wo er will. Und das kann gelegentlich an unerwarteten Stellen geschehen; zudem wehe der Heilige Geist gelegentlich auch in erst einmal fremde Richtungen. So kommentierte Prof. Hans-Georg Gradl, Professor für Neues Testament an der Trierer Theologischen Fakultät, den Synoden-Beschluss.

Zugleich lud Gradl in seinem Referat dazu ein, die Charismen im Volk Gottes zu entdecken und in den Aufbau der Kirche vor Ort zu investieren. So ein Charisma ist nämlich keine Extravaganz, mit der einzelne sich schmücken könnten; Gott schenkt seine Begabung immer, damit der oder die Einzelne sie für andere einsetzt. Damit können und sollen die Kirche und die Christenmenschen ihren Beitrag dazu leisten, dass Gottes Reich weiter wächst und Leben ermöglicht. „Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen“ wäre also zu ergänzen um die Einsicht, dass auch das Charisma selbst schon Gabe und Aufgabe zugleich ist.

Offenes und kritisch-konstruktives Gespräch mit dem Bischof

Viele neue Aspekte seien sichtbar geworden – und müssten noch weiter bedacht und in die Praxis mitgenommen werden; so jedenfalls das ziemlich einhellige Echo aus dem Kreis der fast neunzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die brachten manche neue Erkenntnis dann am zweiten Tag auch gleich ins Gespräch der Berufsgruppe mit Bischof Stephan Ackermann ein. So etwa mit der Frage, ob der Bischof auch der Formulierung „Aufbrüche vor (traditionellen) Aufgaben“ zustimmen könne. Ja, meinte Ackermann – aber allerdings wolle er möglichst immer "Neues und Bewährtes" – die Kirche dürfe gerade heute die Menschen und ihre traditionellen Erwartungen nicht allein lassen – das würde es nur noch schwerer machen für alle.

Sehr einverstanden zeigte sich der Bischof von Trier mit einem Papier zur Selbstvergewisserung und Beschreibung der Berufsgruppe, die deren Berufsverband im Sommer vorgelegt hatte: Das Bistum brauche auch weiterhin ausgebildete Theologinnen und Theologen, fähig zu Reflexion und konzeptioneller Arbeit; er erwarte gerade auch von dieser pastoralen Berufsgruppe die Bereitschaft, Neues zu entdecken und auszuprobieren, manchmal auch neben dem "basalen" kirchlichen Leben – und sehe ihre Aufgaben mit noch mehr Blick auf die „Welt“. Auch in vielen Leitungsteams in den Pfarreien der Zukunft im Bistum sollten, so Bischof Stephan, Mitglieder der Berufsgruppe zu finden sein. Wichtig: Seelsorgerinnen und Seelsorger müssten immer nah und konkret bei den Menschen sein.

Wann kommt der neue Pastoralreferent in die Pfarrei? wird selten gefragt...

Am Rande merkte der Bischof an, er werde oft gefragt, wann eine Gemeinde denn „wieder einen Pfarrer bekommt“; nach einer neuen Pastoralreferentin sei er noch nie gefragt worden – ob da vielleicht doch noch mal am Profil dieser Berufsgruppe gearbeitet werden müsse? Dazu kam eine Antwort aus der Kreis: „Wir arbeiten schon oft mit Menschen und mit Gruppen, denen die Präsenz eines Priesters nicht mehr so wichtig ist. Also da, wo die Synode und Papst Franziskus die Kirche sehen wollen: Eher an den Rändern.“ Die Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten gaben dem Bischof und dem Bistum die Zusage, auch weiterhin und verstärkt die Kirche von Trier auch in neuen Feldern und an neuen Orten lebendig zu machen. Der Bischof nahm diese Zusage entgegen – und nahm einige Fragen zu Themen mit, an denen noch weiter gearbeitet werden müsse.

„Vielfältige Leitung“ – Kirche gegen Rechts –
Zwei neue Sprecher des Berufsverbandes

In der anschließenden Mitgliederversammlung 2018 des Berufsverbandes der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten (bvpr) ging es unter anderem darum, wie die Mitglieder mit verschiedenen Formen von Leitungsaufgaben in der Pfarrei der Zukunft umgehen wollen. Der bvpr hat zudem beschlossen, als erste kirchliche Gruppe im Bistum Trier der Bundesarbeitsgemeinschaft „Kirche und Rechtsextremismus“ beizutreten und damit ein Zeichen gegen alle Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) zu setzen. GMF – dazu gehören Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie – widersprächen Gottes Gebot; auch der Verband will frühzeitig auf die da heraufziehenden Gefahren aufmerksam machen. Ein neuer Arbeitskreis des bvpr wird sich mit dem Thema „Sexualisierte Gewalt in der Kirche“ befassen; er soll unter anderem einen Gesprächsraum für Menschen anbieten, die direkt oder indirekt von solchen Verbrechen betroffen sind.

Da die Amtszeit von Thomas Ascher (Dillingen) und Roland Hinzmann (Schweich) in der Sprecherinnen- und Sprechergruppe (Vorstand) des bvpr abgelaufen war, wählte die Mitgliederversammlung altfried g. rempe (Pastoralreferent und Redakteur von www.bistum-trier.de) und Rainer Stuhlträger (Dekanatsreferent in Losheim – Wadern), die mit den weiterhin amtierenden Benedikt Achtermann (Wadgassen) und Sandra Jungbluth (Merzig) zusammenarbeiten werden.

  • "Führen und Leiten" (März 2018)

    Studientag der pastoralen Berufsgruppen mit Prof. Dr. Thomas Schmidt am 13. März 2018 -
    ausdrücklich begrüßt von Generalvikar Ulrich von Plettenberg: Gemeinsam Verantwortung wahrnehmen und Initiative ergreifen...

    Ein Bericht auf dem Blog zur Synoden-Umsetzung - also auf www.herausgerufen.de

  • "Erkundung" als Chance nutzen (Februar 2018)

    Thomas Ascher (einer der dreißig "diözesanen ErkunderInnen" und Mitglied der Sprecherinnen- und Sprechergruppe) formuliert, warum wir die "Erkundung" in den 35 "Pfarreien der Zukunft" im Bistum als Chance auch für unsere Berufsgruppe betrachten und ergreifen sollten. - Hier als PDF

  • Gut aufgestellt für die größeren pastoralen Räume (November 2017 - MV)

    Mitgliederversammlung des Berufsverbandes der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten (bvpr) – die Berufsgruppe berät unter anderem über ihre Rolle nach der Synode.

    „Große pastorale Räume“ sind schon immer das Arbeitsfeld von Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im Bistum Trier. Waren sie zunächst in Pfarrverbänden und speziellen Seelsorge-Feldern eingesetzt, kamen später große Pfarreiengemeinschaften und Dekanate dazu. In Kliniken und anderen Einrichtungen waren die Diplom-Theologinnen von Anfang an beschäftigt – und viele von ihnen auch als Religionslehrer an verschiedenen Schularten. Vor allem in den großen Räumen haben viele Pastoralreferenten ihre Arbeit als Vernetzungs-Aufgabe verstanden und mit ehrenamtlich engagierten Menschen vor Ort zusammen gewirkt.

    Mit diesem Blick auf ihre Geschichte sieht die jüngste pastorale Berufsgruppe im Bistum Trier sich auch für die Erwartungen des Bistums und der Gemeinden vor Ort gut aufgestellt. Dieses Fazit haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Mitgliederversammlung ihres Berufsverbandes (bvpr) Anfang November gezogen. Das eigene Berufsprofil werde im Zusammenspiel mit Priestern und Diakonen, mit Gemeindereferentinnen und Ehrenamtlichen weiter zu entwickeln und neu zu beschreiben sein - das ergebe sich aus den Perspektivwechseln, die die Synode angeregt hat.

    Zur Zeit steht die neue Perspektive „Große pastorale Räume“ scheinbar im Vordergrund – gemeinsam mit vielen anderen im Bistum hoffen auch die Pastoralreferenten, dass die großen inhaltlichen Veränderungen nicht in Vergessenheit geraten. Eine diakonisch aufgestellte Kirche im Dienst für die Menschen werde auch missionarisch wirksam werden. Dazu könne es helfen, den synodalen Perspektivwechsel „Charismen vor Aufgaben“ in den Blick zu nehmen – der Begriff „Charisma“ (=Gnadengaben zum Einsatz in der Gemeinde) sei jedenfalls zu präzisieren.

    Weitere Themen des Treffens waren die Vorbereitung eines gemeinsamen Studientags aller vier pastoralen Berufsgruppen zum Thema „Leitungskultur in einer missionarisch-diakonischen Kirche“ sowie ein Ethik-Kodex der pastoralen Berufe, der im kommenden Jahr als Selbstverpflichtung (also von den Berufsträgern selbst) in Kraft gesetzt werden soll.

  • Weitere Themen - neuer Sprecher (November 2017 - Bericht über die MV)

    Der bvpr wird die Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten begleiten, die in den verschiedenen Teilprozessgruppen und in den Erkundungs-Teams zur Synoden-Umsetzung mitarbeiten. Ein Gast vom Schwul-lesbischen Zentrum Trier hatte der bvpr-Mitgliederversammlung Beratungs- und Unterstützungs-Angebote für gleichgeschlechtlich orientierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst vorgestellt. Eine weitere Zusammenarbeit wurde ins Auge gefasst.

    Die Mitgliederversammlung wählte Benedikt Achtermann, Pastoralreferent im Dekanat Wadgassen, neu in die Sprecherinnen- und Sprechergruppe (Vorstand) des bvpr; mit der wiedergewählten Sandra Jungbluth (Merzig) und den weiter amtierenden Thomas Ascher (Dillingen) und Roland Hinzmann (Schweich-Welschbillig) sind wieder alle Altersgruppen des Verbandes repräsentiert.

  • Mitgliederversammlung (MV) 2017

    "heraus gerufen"

    ... bleibt ein wichtiges Stichwort auch für den bvpr

    Das zeigt jedenfalls ein Blick in die Einladung zur Mitgliederversammlung

    am 3. und 4. November im Robert Schuman-Haus Trier

    Da heißt es:

    "Wir befinden uns alle im Prozess der Synodenumsetzung. Es werden (räumliche)

    Veränderungen eintreten, die auch unsere Berufsgruppe und damit den bvpr vor andere

    Fragen und Themen stellen als bisher. Teilprozessgruppen werden nach und nach

    installiert, in denen auch einige Kollegen und Kolleginnen eingebunden sind. Weitere

    TPGs sollen folgen."

    Und für die MV werden folgende Themen angekündigt:

    • Wie nehmen wir die gesellschaftliche Situation und Situation der Kirche wahr und welche Herausforderungen sehen wir dabei?
    • Welche Themen müssen gestärkt und voran gebracht werden und welche Strukturen sind notwendig, um den aktuellen Veränderungsprozess zu begleiten und die Kirche im Bistum Trier unter den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen neu auszurichten?
    • Welche neuen Rollen und Arbeitsbereiche sollten entwickelt werden, damit wir den zukünftigen Herausforderungen gewachsen sind? Was können und müssen wir als Pastoralreferentinnen beitragen und fordern?
    • Welche Bedeutung haben die Entwicklungen im Bistum Trier für den bvpr in berufspolitischer Hinsicht?

    Details und Unterlagen im Internen Bereich - mit den bekannten Zugangsdaten (auch im Einladungsbrief zu finden!)

    Berichte aus SprecherInnenGruppe, Arbeitskreisen, Bezirksgruppen etc

    ab 11. Oktober zunehmend im Internen Bereich!

Berufsverband der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im Bistum Trier:

  • im Selbstverständnis angesiedelt irgendwo zwischen Selbsthilfe-Gruppe, Gewerkschaft und Gesprächspartner der Bistums-Leitung,
  • engagiert in theologischen Fragen und Problemen des beruflichen Alltags seiner Mitglieder,
  • im Kontakt mit anderen Berufsgruppen im Bistum und mit den entsprechenden Verbänden in Deutschland und Europa
  • Gesprächsplattform auch der verschiedenen Berufs-Untergruppen der inzwischen über 230 Mitglieder …

Hier finden Sie (fast) alle wichtigen Informationen über unsere Tätigkeit und deren Grundlagen, über Gremien und AnsprechpartnerInnen – und immer auch eine Einladung zum Gespräch.