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Seit mehr als 40 Jahren im Bistum Trier aktiv:

b v p r: Berufsverband der PastoralreferentInnen

Marienburg und Haus Sonnental vor dem Aus

Himmerod wird diözesanes Jugendhaus

Die SprecherInnenGruppe des bvpr hat in einem Brief an Bischof Stephan und Generalvikar Ulrich von Plettenberg eher kritisch auf die Nachricht vom geplanten Ende der Marienburg und von Haus Sonnental reagiert, die die Bistumsleitung als unumgängliche Voraussetzung für die Errichtung eines neuen Jugendhauses des Bistums in der früheren Abtei Himmerod angekündigt hat.

Wir finden den Entscheidungsprozess wenig synodal und partizipativ - und weisen zudem darauf hin, dass ein neues Gesamtkonzept für die Kinder- und Jugendpastoral des Bistums zu erarbeiten wäre - gemeinsam mit allen Beteiligten, also ganz synodal; und dass wohl erst gegen Ende eines solchen Konzeptions-Prozesses auch entscheidbar wäre, ob es weiterhin ein zentrales Jugendhaus braucht und ob das ggfs in Himmerod zu errichten wäre.

Das Schreiben der SprecherInnenGruppe versteht sich nicht als "Offener Brief" - und ist deswegen nur für Mitglieder im Internen Bereich zu finden.


Responsum ad dubium – eine zweifelhafte „Antwort“ aus Rom

Die Sprecherinnen- und SprecherGruppe des Berufsverbandes der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im Bistum Trier erklärt für den Berufsverband zu der Stellungnahme der römischen Glaubenskongregation zur Segnung von „Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts“:

  1. Wir begrüßen ausdrücklich die Stellungnahme von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg in der Pressemeldung der Pressestelle vom 16. März 2021; wir schätzen es sehr, dass der Generalvikar ausdrücklich an der von Bischof Stephan Ackermann approbierten Abschlusserklärung der Bistumssynode auch gegen die römische „Klarstellung“ festhält. Dort heißt es: „Die Kirche von Trier geht respektvoll und wertschätzend mit Menschen in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften um.“
    Wir stehen gemeinsam mit Bischof und Generalvikar selbstverständlich hinter dem Beschluss der Synode, der für die Kirche im Bistum Trier verbindlich ist..    
  2. Es widerspricht einem respektvollen und wertschätzenden Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren, dass ihnen der Segen nicht offiziell zugesagt werden kann, weil die römische Kirche es verbietet. Wir begrüßen, dass Generalvikar von Plettenberg diesem Verbot nicht folgen wird.
  3. Sexualität und damit auch Homosexualität ist ein wesentlicher Teil der Identität von Menschen, keine "Tendenz" oder auch "Neigung". Diese Begrifflichkeiten verletzen, auch, die Tatsache, dass Homosexualität auf „sexuelle Praxis“ reduziert wird, diskriminiert .  

Als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im Bistum Trier wünschen wir uns, dass sich auch die Bischöfe klar positionieren und die Entwicklung, die mit dem Synodalen Weg in Deutschland begonnen wurde, weiterhin konsequent weitergeführt wird.

Wer Gottes Segen für sich und sein Leben erbittet, hat das Recht, diesen Segen zugesagt zu bekommen. Niemand hat das Recht, diesen Segen zu verweigern.

Wir stimmen der Trierer Synode zu, die in ihrem Abschlussdokument die Werte Liebe, Treue, Würde, Verlässlichkeit, Verantwortungsbereitschaft, Vergebung und Versöhnung als sichtbare Zeichen der Liebe Gottes in den Formen menschlichen Zusammenlebens beschreibt.

Trier, 19. März 2021 - der Text findet sich in Briefform auch hier.

Mitgliederversammlung virtuell am ersten Advents-Samstag

Synode umsetzen, statt sie aufzugeben

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind vorsichtig zuversichtlich

Anders als manche in der Öffentlichkeit und im Bistum selbst vermuten und verbreiten, bestimmt die Bistumssynode auch weiterhin den Weg der Kirche im Bistum Trier. Diakonisch-missionarisch für die Menschen da zu sein, ist der Auftrag an das Gottesvolk; welche Struktur das Bistum sich und seinen Pfarreien und den anderen Orten von Kirche gibt, bleibt daneben auch wichtig. Die von der Bistumsleitung vorgelegten Pläne und Skizzen halten die Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten des Bistums für nachvollziehbar und ausbaufähig. Das ergab ein Stimmungsbild bei der online zusammengetretenen Mitgliederversammlung des Berufsverbandes der gut 220 Seelsorgerinnen und Seelsorger Ende November. Besonders wichtig finden sie die Vorgabe, dass Pfarreien und Pastorale Räume sich so entwickeln sollen, wie es vor Ort möglich erscheint – verbindlich, aber ohne starre gesetzliche Regelungen. Die konkrete inhaltliche Neuaufstellung der Pastoral in den Pfarreien und anderen Orten von Kirche habe vielerorts schon begonnen und müsse endlich mit allen Kräften angegangen werden; Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind bereit und in der Lage, die Menschen und die Gruppen intensiv zu unterstützen.

Aufarbeitung der Verbrechen sexualisierter Gewalt

Mit Blick auf Menschen, die selbst oder in ihrem Umkreis sexualisierte Gewalt in der Kirche erfahren haben, erwartet der Berufsverband der Pastoralreferentinnen und –referenten gemeinsam mit dem der Gemeindereferentinnen und –referenten, dass der Betroffenenbeirat im Bistum Trier schnellstmöglich eingesetzt und arbeitsfähig werden soll; er wäre eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die angekündigte Aufarbeitungs-Kommission zur intensiven Aufarbeitung der Verbrechen und des Umgangs der Verantwortlichen mit Tätern im Raum der Kirche in bestellt wird und die Arbeit aufnehmen kann.

(Ergänzung Dezember 2020: Der Bischof hat am 7. Dezember geantwortet. Ein Auswahlgremium führt Gespräche zur personellen Besetzung des Betroffenen-Beirats; die Aufarbeitungs-Kommission soll dann mit zwei vom Beirat und zwei von den Landesregierungen benannten sowie drei Personen mit unterschiedlicher Fachexpertise vom Bischof benannten Personen gebildet werden; drei Fachleute und ein von einer Landesregierung benanntes Mitglied sind (Stand 7. Dezember 2020) berufen, weitere Rückmeldungen stehen noch aus.) 

Spende der Mitgliedsbeiträge

Bolivien, Partnerland des Bistums Trier, leidet mehrfach unter der weltweiten Corona-Pandemie; im Bistum sind im Jahr 2020 fast alle Kleidersammlungen ausgefallen. Der bvpr spendet deshalb 50 Prozent seiner Mitgliedsbeiträge aus diesem Jahr an die Bolivienhilfe des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier – ein kleiner Beitrag zum Ausgleich für die entgangenen Erlöse.

Neue SprecherInnenGruppe

Die Mitgliederversammlung wählte drei neue Mitglieder in ihre Sprecherinnen- und Sprechergruppe (SG / Vorstand). Damit sind Frauen und Männer und fast alle Altersgruppen des Verbandes in der SG vertreten. Weiter im Amt ist Sandra Baltes (Dekanat Merzig und zZt in Elternzeit); neugewählt sind: Annette Bollig (Dekanat Bernkastel) und Niklas Hirtz (Dekanat Kirchen); altfried g. rempe (Internet-Redakteur aD) wurde wiedergewählt. Rainer Stuhlträger wurde nach zweijähriger Amtszeit in der SG mit großem Dank für seine Arbeit verabschiedet; er wird seine Bezirksgruppe weiter in der eSG vertreten.

Pastoraler Raum

Unsere Position zum Thema "35 Pastorale Räume im Bistum Trier" haben wir in einem Schreiben an das Synodenbüro Anfang September noch einmal ins Verfahren eingebracht.
Hier zur Information zu finden.

Termin vormerken: Pastoral digital...

Die Plattform P lädt die pastoralen Berufsverbände ein zu einer Arbeitstagung mit Prof. Wolfgang Beck, Frankfurt/St. Georgen - am 6.9. 2021 - online - hier mehr



 

PastoralreferentInnen berichten über Seelsorgliches in Corona-Zeiten

Perspektiv-Wechsel: Pastoral und Pandemie

Überraschend erfinderisch und schnell haben viele Bistümer und Pfarreien(gemeinschaften) und einzelne Kollegen die Möglichkeiten von Online und Streaming und "geistlicher Kommunion" entdeckt und entwickelt, als Versammlungs-Verbot und Kontakt-Einschränkungen sogar öffentliche Gottesdienste zu Ostern unmöglich gemacht hatten.

Erfinderisch sind Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten auch in den anderen pastoralen und diakonischen Feldern, in denen sie und die Menschen in den Gemeinden unterwegs sind. Wir stellen einige Beispiele vor - vielleicht zum Weiterdenken, Nachmachen oder Mitreden...

  • SprecherInnenGruppe reagiert positiv auf neue Entscheidung zur Synoden-Umsetzung

    Bischof Stephan Ackermann und Generalvikar Ulrich von Plettenberg haben am 10. Januar 2019 die Entscheidungen der Bistumsleitung über die nächsten Schritte der Umsetzung der Synoden-Beschlüsse bekanntgegeben. (PresseMeldung) Diese Entscheidungen, auf die viele schon lange gewartet haben, rufen unterschiedliche Reaktionen hervor.

    Die Sprecherinnen- und SprecherGruppe (SG) des Berufsverbandes der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten (PR) im Bistum Trier (bvpr) findet es verständlich, dass manche Kolleginnen und Kollegen und manche im Bistum enttäuscht sind, weil es wider Erwarten nicht für alle im Bistum „sofort losgehen“ soll. Manche sind froh, im ersten Schritt „dabei zu sein“, andere bedauern das. Die SG schlägt vor:

    • Schwerpunktmäßig sollten wir (PR und andere) in allen Pfarreien und Dekanaten und Einrichtungen "an den Inhalten" arbeiten, wie von vielen schon lange gefordert und auch schon angegangen.
    • Daneben sollten wir in den 13 Pfarreien der Zukunft, die zum 1. Januar 2020 errichtet werden sollen, die für die Neugründung erforderlichen Schritte mutig gehen und die Menschen vor Ort dabei gut begleiten.

    "EinBlicke": Einladung zum synodalen Handeln
    in allen 35 Pfarreien der Zukunft

    In „EinBlicke“ (Arbeitsheft vom 10.1., online) sind Arbeits-Ergebnisse der Teilprozessgruppen zu den Themen „Rahmenleitbild der Pfarrei“, „Diakonisch Kirche sein“ und „Synodalität“ dargestellt. Diese Ergebnisse bilden eine inhaltliche Grundlage, mit der auch in den vorhandenen Strukturen der bisherigen Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften und Dekanaten gearbeitet werden kann. Die Entdeckung und / oder Beschreibung von Orten von Kirche, ob schon vorhanden und bekannt oder neu zu entwickeln bzw. zu entdecken, ist in „EinBlicke“ ausdrücklich als Aufgabe auch der vorhandenen kirchlichen Strukturen beschrieben.

    Positiv kann erscheinen, dass das Bistum in den 2020 zu gründenden 13 Pfarreien (in den Grenzen der alten Dekanate) erste Erfahrungen mit der neuen Struktur machen und ggfs. aus Fehlern lernen will, die dann für die späteren Gründungen vermieden werden könnten.
    In den anderen 22 künftigen Pfarreien sollte die verlängerte Vorbereitungszeit genutzt werden, schon jetzt mehr  „in großen Räumen“ zu denken und mehr „Nähe zu den Menschen“ zu suchen.

    Synodales Denken der Bistums-Leitung

    Wir finden es richtig, dass Bischof und Bistumsleitung sich auf manche Warnungen und Einwände einlassen, statt auf dem Termin 1.1.2020 für alle zu beharren; wir sehen da einen Anfang synodalen Denkens, wie ihn die Synode ja für das ganze Bistum wünscht.

    Trier, 15. Januar 2019

  • Brief an Bischof Stephan: "Aufarbeitung" sexualisierter Gewalt

    Die SprecherInGruppe hat nach Beratungen in der eSG in einem Brief Bischof Stephan Ackermann gebeten, sehr bald und deutlich sichtbar die nächsten Schritte zur transparenten "Aufarbeitung" von Verbrechen sexualisierter Gewalt auch in der Kirche von Trier zu unternehmen. Die SG hat dem Bischof mitgeteilt, dass das Schreiben hier allen Mitgliedern intern zur Verfügung gestellt ist - und voraussichtlich am 19. Februar auch im öffentlichen Bereich von bvpr-trier.de stehen wird.

    SG und eSG wollen sichtbar machen, dass auch PastoralreferentInnen den Unmut und das Unverständnis "der Leute" wahrnehmen - und dass wir da nicht mehr stillhalten wollen und können.

    Bischof Stephan antwortet postwendend

    Der Bischof hat noch am 13. Februar geantwortet. Wir stellen seine Antwort (in einem leider nicht ganz so tollen Scan - unsere Schuld) hier zur Verfügung.

    Insbesondere heben wir Bischof Stephans Bitte hervor (und schließen uns an):
    "Insofern bitte ich herzlich darum, alle Initiativen und Aktivitäten in diesem Feld aufmerksam zur Kenntnis zu nehmen und entsprechende Informationen auch ins Bistum weiterzutragen. Immer wieder macht es mich sprachlos, wenn ich erlebe, welche Informationsdefizite es auch unter kirchlichen „Insidern“ gibt im Hinblick auf unsere Maßnahmen bezüglich der Aufarbeitung und der Verhinderung von sexuellem Missbrauch im Bereich der Kirche. Bitte treten Sie mit Ihrem Wissen dem Eindruck entgegen, als ob wir erst mit der MHG-Studie „verstanden" hätten und erst „jetzt wirklich etwas unternommen wird" (wie Sie selbst im Brief formulieren)."

  • Der Bischof antwortet

  • "Führen und Leiten" (März 2018)

    Studientag der pastoralen Berufsgruppen mit Prof. Dr. Thomas Schmidt am 13. März 2018 -
    ausdrücklich begrüßt von Generalvikar Ulrich von Plettenberg: Gemeinsam Verantwortung wahrnehmen und Initiative ergreifen...

    Ein Bericht auf dem Blog zur Synoden-Umsetzung - also auf www.herausgerufen.de

  • "Erkundung" als Chance nutzen (Februar 2018)

    Thomas Ascher (einer der dreißig "diözesanen ErkunderInnen" und Mitglied der Sprecherinnen- und Sprechergruppe) formuliert, warum wir die "Erkundung" in den 35 "Pfarreien der Zukunft" im Bistum als Chance auch für unsere Berufsgruppe betrachten und ergreifen sollten. - Hier als PDF

Pastorale Berufsverbände im Bistum reagieren auf angehaltene Pfarreien der Zukunft

Loyal zum Synodenbeschluss und seiner Umsetzung

Mit einem Brief an Bischof Dr. Stephan Ackermann und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg haben pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums ihre Loyalität zum Synodenbeschluss „heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen“ bekräftigt. Sie bekunden ihre Solidarität mit der Bistumsleitung und der geplanten Umsetzung des dritten „Perspektivwechsels“ der Synode, der mehr Nähe in größeren Räumen erhofft. („Weite pastorale Räume einrichten und netzwerkartige Kooperationsformen verankern“). Mit Schreiben vom 21. November 2019 hatte die vatikanische Klerus-Kongregation den Vollzug der entsprechenden Gesetze und Dekrete ausgesetzt und Bischof Stephan um Stellungnahme gebeten. (Bistum Trier zu den Vorgängen / Brief aus Rom)

Im Brief der Plattform P (ein Zusammenschluss von Priestern im Bistum), des Vorstandes des Berufsverbandes der GemeindereferentInnen (BVGR), eines Vertreters der ständigen Diakone und der SprecherInGruppe des bvpr heißt es unter anderem:

"Die vier pastoralen Berufsgruppen hatten in den letzten Monaten immer wieder unterstrichen, dass sie in der strukturellen Neuaufstellung den Versuch erkennen, die Hirtensorge nachhaltig zu sichern, gerade angesichts sinkender Seelsorgerinnen- und Seelsorger-Zahlen, insbesondere bei den Priestern. Priester, die nicht mehr Pfarrer sein werden, sind dann noch mehr frei, als Seelsorger und „Hirten“ zu wirken, gerade an den vielen Orten von Kirche, aus denen die Pfarrei der Zukunft sich ja bilden wird. Hirtensorge wird in Zukunft nur wirksam sein können, wenn sie mit dem Gottesvolk der Getauften und Gefirmten insgesamt und den kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam ausgeübt wird. Dadurch wird sie dem Priester nicht genommen, sondern konkreter möglich."

und: "Der Synodenbeschluss weist für die Kirche im Bistum Trier den Weg in die richtige Richtung. Die Berufsverbände möchten den Bischof und die gesamten Bistumsleitung ermutigen, den Weg der Synodenumsetzung konsequent und überzeugt weiter zu gehen – in den strukturellen Fragen, aber vor allem auch bei den „inhaltlichen“ Perspektivwechseln und neuen Aufgaben. Sie sind zuversichtlich, dass das auch weiterhin im Einklang mit der Weltkirche, insbesondere auch der Kleruskongregation und dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte gelingen wird."

Die Stellungnahme der Pastoralen Berufsgruppen-Vertretungen findet sich hier.