Vierzig Jahre +: eine kurze Tradition für einen Beruf in der Kirche...

Pastoralreferentinnen & Pastoralreferenten

Kirche mit Gerüst innen. Foto: © Martina Fries
NetzwerkerInnen, GerüstbauerInnen...
Foto: © Martina Fries

… sind Frauen und Männer.
… sind Theologinnen und Theologen.
… haben eine pastoral-praktische Ausbildung absolviert.
… sind Netzwerkerinnen und Netzwerker.

Und wie sieht ihre konkrete Arbeit nach Studium und Ausbildung (Pastoralkurs) aus?

Die Arbeitsfelder der Pastoralreferentinnen und -referenten sind nur auf den ersten Blick ähnlich. Genauer betrachtet zeigt sich, dass wir an den verschiedenen Einsatzorten ganz unterschiedliche pastorale Gegebenheiten antreffen; darauf reagieren wir mit den jeweils (hoffentlich) passenden Ansätze und Methoden. Diese Vielfalt und Vielgestaltigkeit macht es im Grunde schwierig, pauschal zu beschreiben, was eine Pastoralreferentin oder ein Pastoralreferent ist und tut. Jede Beschreibung wäre irgendwie unzureichend.

Pastoralreferenten/innen versuchen stets, mit den vielfältigen und sich fortwährend veränderten Gegebenheiten umzugehen. Sie setzen sich mit Andersdenkenden und Gleichgesinnten zusammen, beraten und begleiten sie; sie versuchen, aktuelle Zeitanforderungen und Gesellschaftstendenzen auszumachen, darauf zu reagieren und sie mit aktuellen kirchlichen Positionen ins Gespräch zu bringen.

  • Kein Kinderspiel
  • Territorium & "Kategorie"
  • "heraus gerufen"

Das ist kein Kinderspiel. Denn es bedeutet immer wieder, sich in verschiedenen Sachgebieten kundig zu machen, gesellschaftspolitische Kontakte auf verschiedenen Ebenen herzustellen, Vernetzungsarbeiten zu leisten und nicht zuletzt Vorstellungen zu realisieren, die einer zeitgemäßen und vom Menschen her gedachten Seelsorge entsprechen: in der Arbeit mit verschiedenen Gruppen aus jungen und erwachsenen Christen und Nichtchristen, um jedermann / jede Frau verantwortlich ins Spiel zu bringen.

Zu einem guten Zusammenspiel gehören gute Mitspieler/innen. Das gilt. Auch in der Kirche.

Territorial: in Dekanaten || Kategorial: in Einrichtungen und Bereichen

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im Bistum Trier arbeiten in der „territorialen“ Seelsorge (in verschiedenen Funktionen in den Dekanaten) und in der „kategorialen“ Seelsorge – in Krankenhäusern und Kurkliniken, Gefängnissen, Heimen, Hochschulgemeinden und anderen Einrichtungen (wie etwa im Dienst der Militärseelsorge); viele sind hauptamtlich ReligionslehrerInnen und SchulseelsorgerInnen an verschiedenen staatlichen Schulen; außerdem engagieren unsere Mitglieder sich in verschiedenen Sonderdiensten in der Bistumsverwaltung (mit mehr als "Verwaltungs-"Aufgaben), bei oder in Rundfunkanstalten, in der Redaktion des "Paulinus", der Wochenzeitung im Bistum Trier. Und immer noch ist diese Aufzählung unvollständig und wird sie auch bleiben…

Mit Beschluss der Mitgliederversammlung 2014 hat der bvpr sich und seine Mitglieder darauf verpflichtet, an der Umsetzung der Bistumssynode mitzuarbeiten. Im Beschluss heißt es:

Der bvpr begrüßt den von der Synode angedachten „Paradigmen-Wechsel“, alle Pastoral von Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen her zu denken. Wenn das Bistum und die Synode diesen neuen Weg konsequent beschreiten, erweisen sich aus unserer Sicht die meisten Fragen nach Strukturen (in) der Pastoral als nachrangig, auch wenn diese Fragen nicht unbearbeitet bleiben dürfen. Auch auf welcher Ebene und in welchen Strukturen Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten zukünftig arbeiten (sollen), ist dieser grundsätzlichen Perspektive nachgeordnet.
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten werden ihre Kompetenzen in eine so neu ausgerichtete Pastoral aktiv einbringen; dabei suchen sie ausdrücklich die Zusammenarbeit mit den anderen pastoralen Berufsgruppen und mit den Ehrenamtlichen.

Damals war noch von "Paradigmen-Wechseln" die Rede; sie sind bis zum Schluss der Synode zu "Perspektiv-Wechseln" geworden - der bvpr steht zu seinem Beschluss von 2014 und wird an der Umsetzung der Perspektivwechsel nach Kräften mitarbeiten.